Ausstellung

Das politische Künstlerplakat

07. Juni 2012 bis 23. Juni 2012


Die Galerie am Spalenberg zeigt politische Künstlerplakate aus den 50er- bis 90er-Jahren

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Kunst und Politik sind seit langen miteinander verbunden. Dass Kunst mitunter dabei gebraucht oder missbraucht wird, um poltische Verhältnisse zu glorifizieren, ist nur einer von vielen Aspekten. Ein andere Seite verdeutlicht, dass Kunst als Projektionsfläche für Gesellschaftskritik dient: Wird im 18. Jahrhundert noch hauptsächlich mit bissigem Humor und spitzem Sarkasmus an den Privilegien der Obrigkeit gerüttelt und einzelne Figuren ins Lächerliche gezogen – etwa von Honoré Daumier -, so rückt Heinrich Zille sein „Milljöh“ ins Zentrum seines Interesses. Damit zeigt er, immer noch humoresk aufbereitet, die Armut in all ihren Facetten.
Ohne jeglichen Humor, dafür mit gnadenloser Bitterkeit, zeigt Käthe Kollwitz die ärmlichen Verhältnisse auf. Sie ist es auch, die 1924 mit ihrem Lithografie „Nie wieder Krieg“ eine klare Forderung stellte. Die Arbeit wurde in den fünfziger Jahren zum Antikriegsplakat schlechthin.

Verschiedene Themen im Fokus
Erst in den vergangenen Jahrzehnten ist das politische Künstlerplakat zu einer speziellen Ausrichtung der Kunst geworden. Von George Grosz bis Keith Haring, von John Haertfield bis Klaus Staek, von Picasso bis Rauschenberg – auf ihren politischen Künstlerplakaten wird der Fokus mit durchaus unterschiedlichen Techniken auf die Ungerechtigkeiten dieser Welt gerichtet. Konzentrierten sich die Themen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts noch hauptsächlich auf Revolution und Frieden, drücken spätere Plakate zunehmend Proteste aus. Die Sehnsucht nach Freiheit wurde veranschaulicht oder Umweltsünden beklagt. Weitere Schwerpunkte waren etwa gleiche Rechte, Menschenrechte oder Globalisierungsthemen.

68er-Bewegung als Antrieb
Dass Künstlerplakate unvermittelt poltische Kritik transportieren, wurde vor allem mit der 68er-Bewegung en vogue: Themen war der Vietnamkrieg, der Pariser Mai 68 oder die Kritik gegen die Mächte des Kalten Krieges. Als einer der bissigsten Kritiker, der seine politischen Aussagen in der Tradition von John Haertfield mittels Fotomontagen inszenierte, muss der heute 74jährige Klaus Staeck genannt werden.
Die Galerie am Spalenberg, die sich auf Grafik der klassischen Moderne und auf Original-Künstler-Plakate von 1935 – 1970 konzentriert, zeigt in ihrer neuesten Ausstellung politische Künstlerplakate hauptsächlich aus der Zeitspanne zwischen den 60er- und 90er-Jahren. Zu sehen sind Werke von Pablo Picasso bis Keith Haring, von Yoko Ono bis Roy Lichtenstein oder Antoni Tàpies.

Zur Ausstellung wird eine DVD mit Protestsongs produziert, die in den Kontext der Plakate gerückt werden.
cf

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Anmerkung
 Die Preise vergangener Ausstellungen sind nicht mehr aktuell. Auch sind die aufgeführten Werke eventuell verkauft. Für aktuelle Preise und Verfügbarkeit der Werke unter "PLAKATE" oder "KÜNSTLER" in dieser Website nachsehen.